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News | SV Kickers Büchig

Portugal 2018

Porto, 08.06.2018, 14:30 Uhr Ortszeit. Eine Delegation des SV Kickers Büchig entsteigt dem Flieger und betritt erstmals den kalten, nassen Boden Portugals.

 

So begann die viertägige Erkundungstour der Kickers nach Coimbra, Condeixa und Arzila. Das dichtgepackte Programm begann gleich am Freitag Nachmittag mit der Besichtigung des Stadions der malerisch am Fluss Modego gelegenen Stadt Coimbra. Hier spielten während der Fußball-EM 2004 die Nationalmannschaften von England, Frankreich und der Schweiz.

Anschließend stand ein kleiner Umtrunk bei "Kartoffel" Carlos Pocinho bereit, der einst in Büchig gewohnt hatte. Dann machten die Portugiesen Ernst. Mit reichlich Rotwein, Oliven, Käse, Eintöpfen und allerlei Süßem wurden die vormals ranken Kickers binnen Tagen Schritt für Schritt in runde Kraichgauer Möpschen transformiert. Eine unweigerliche Folge der portugiesischen Schlemmerei und Dauerparty, der sich keiner entziehen konnte.

Der Samstag begann früh, nach einer Barfuß-Gymnastikeinheit eines Teils der Truppe am Ufer des Mondego, zunächst mit einem Ausflug in die Brettener Partnerstadt Condeixa, wo die Gruppe im Rathaus von Bürgermeister Ferreira empfangen wurde. Condeixa hatte sich auf diesen Besuch trefflich vorbereitet. Der Bürgermeister selbst hatte sich vorgenommen, zu Ehren der deutschen Gäste an diesem Tag an jeder roten Fußgängerampel stehen zu bleiben. Er ließ es sich nicht nehmen, den Gast aus seiner Partnerstadt durch das geschichtsträchtige Rathaus-Palais und mit stolz geschwellter Brust auch durch das neue römische Museum zu führen, dessen Ausgrabungen Condeixa demnächst zum Unesco Weltkulturerbe gereichen werden.

Am Nachmittag fuhr die Mannschaft gemeinsam zum Atlantikstrand von Fig. da Foz. Hier konnte allerdings nur kurz entspannt werden, denn die Portugiesen hatten bereits zur nächsten Fiesta geladen. Dargeboten wurden allerlei ländliche Spezialitäten - Meeresfrüchte, Sardellen, Aale, Ziegenfleisch, Eintopf und - natürlich - Oliven, Käse, Brot und reichlich Rotwein. Vor dem Verzehr wurde das Mahl selbstverständlich von Pfarrer Mario gesegnet. Kleine Schwierigkeiten hatte der portugiesische Gastgeber einzig im Anschluss an das Essen, als die Mannschaft von Arzila lediglich zwölf Musikanten aufbieten konnte, das wichtigste Instrument jedoch unbesetzt blieb. Hier konnte glücklich der Gast aus Büchig aushelfen. Und wir sind uns sicher, dass keiner der Portugiesen die Rassel derart virtuos hätte spielen können. Portugiesen und Deutsche haben den Abend gemeinsam mit viel Musik und Tanz ausklingen lassen.

Am Sonntag hat die Gruppe sich aufgeteilt. Ein Teil wechselte nach Porto, der Rest ging für zwei Tage - nach einem Abstecher zum kleinen Strandörtchen Nazare, das für die größten Wellen der Welt bekannt ist - nach Lissabon. In aller Ruhe konnte man sich hier von der portugiesischen Völlerei erholen, die Stadt anschauen, ein wenig entspannen und das Stadtfest am portugiesischen Nationalfeiertag genießen.

Ach irgendwann dazwischen war auch ein Fußballspiel. Wie es aus ging? Büchig hat den Aufstieg knapp verpasst.